Pressemitteilung
team.arbeit.hamburg Hamburger Arbeitsgemeinschaft (ARGE) SGB II, startet am 17. August ein neues Beratungs- und Vermittlungsmodell, bei dem sich alles um das individuelle Persönlichkeitsprofil der Arbeitsuchenden dreht. Ziel ist es, die Kunden besser zu beraten und zu positionieren. Derzeit werden über 700 Vermittler in den 17 Hamburger Jobcenter auf die neuen Aufgaben vorbereitet.
„Es geht uns
darum, das individuelle Profil unserer Kunden zu schärfen, so wie der Markt es
heute fordert“, erläutert Thomas Bösenberg, Geschäftsführer von
team.arbeit.hamburg. „Zeugnissen sagen einfach nicht alles. Neben harten gibt es
auch weiche Faktoren. Das ist vor allem wichtig bei der Vermittlung junger
Menschen. Die können ja nicht mit Berufserfahrung protzen. Da müssen unsere
Vermittler andere Stärken herausfinden.“
Die neue
Vorgehensweise läuft unter dem Namen „4-Phasen-Modell“ und gibt den Vermittlern
folgende Möglichkeiten an die Hand: In Phase eins findet ein Eröffnungsgespräch
statt, bei dem das Profil des Arbeitssuchenden erstellt wird. Neben Schwächen
sollen vor allem seine/ihre Stärken herausgearbeitet werden, bestehend aus
Zeugnissen und beruflicher Erfahrung, aber auch aus weichen Faktoren wie
besondere technische oder sprachliche Fertigkeiten, Teamgeist, Flexibilität,
Kommunikationsfähigkeit usw. Im zweiten Schritt werden dann die persönlichen
Ziele des Arbeitssuchenden fixiert, um dann in Schritt drei eine Strategie zu
entwickeln, wie diese Ziele zu erreichen sind. Phase 4 ist der Umsetzung
gewidmet.
Das Vier-Phasen-Modell wird nicht nur in Hamburg eingesetzt, sondern bundesweit. Der SGB-II-Bereich („Grundsicherung für Arbeitssuchende“), für den die ARGEN zuständig sind, startet damit im August, der SGB-III-Bereich („Arbeitsförderung“), den die Bundesagentur für Arbeit betreut, folgt im Dezember. „Wir erhoffen uns von diesem Schritt mehr Professionalität und Servicequalität“, so Bösenberg.