Pressemitteilung vom 29. Januar
Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu holen, gilt als hohes Ziel. Welche Maßnahmen dafür sinnvoll sind, da scheiden sich die Geister. team.arbeit.hamburg setzt auch auf Motivation. Ein Beispiel dafür ist eine weitere Innovation für 2010: Aktiv-Center, Maßnahmeträger ist das Grone Bildungszentrum für Gastronomie und Ernährung
Es geht um Menschen, die schon lange aus dem Arbeitsleben
ausgeschieden sind. Die einen haben alle Hoffnungen aufgegeben, die anderen ihre
Motivation verloren, manche sind depressiv. „Wir dürfen die Enttäuschten nicht
links liegen lassen“, so Thomas Bösenberg, Geschäftsführer von
team.arbeit.hamburg, ARGE für SGB II. „Es geht darum, diese Menschen zu
befähigen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.“
Das Grone Bildungszentrum betreibt im Auftrag von
team.arbeit.hamburg aktuell Lehrwerkstätten als Aktiv-Center in den Bereichen
Gastronomie, Holz, Metall.Farbe und Raumgestaltung, Hauswirtschaft und Hotel,
Lager und Logistik, Handel, EDV und Medien. Langzeitarbeitslose über 25 werden
dort auf einen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz vorbereitet.
Individuelle Hilfestellungen bei der Erstellung von Bewerbungen, Hilfen für den
Alltag und viel Verständnis sind Bestandteile der Aktivierungsstrategie. Ältere
können durch das Projekt einen wichtigen Schritt zurück in die Berufswelt
tätigen. Meister lernen die Langzeitarbeitslosen an. In den Holzwerkstätten und
Metallwerkstätten wird unterrichtet, was das Herz jedes Heimwerkers schlagen
ließe. Die zu motivierenden Langzeitarbeitslosen bauen sich dort Möbel und
Metallgegenstände für den täglichen Gebrauch. Ziel: Motivation, Freude an der
Arbeit, Disziplin, Können zeigen oder entwickeln.
Wer nicht kommt, oder unentschuldigt fehlt, bekommt Besuch von
einem Sozialarbeiterteam. Nach erster Erfahrung wirkt das. Sanktionen mussten
bisher nicht ergriffen werden. Die Maßnahmen dauern sechs bis neun Monate.
team.arbeit.hamburg will diese Form der Aktivierung im Laufe des Jahres vor
allem auf Jugendliche ausdehnen. Nach bisherigen Planungen sollen 3000
Jugendliche auf diese Weise motiviert und näher an den Arbeitsmarkt herangeführt
werden. Das Grone muss dafür die bestehenden Kapazitäten noch erheblich
ausweiten.
Auf Wunsch von team.arbeit.hamburg arbeitet seit neuestem auch ein Motivationstrainer mit diesen Kunden. „Das eine ist, dass auf dem Arbeitsmarkt ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, um die Langzeitarbeitslosigkeit in Hamburg abbauen zu können, das andere ist, dass Langzeitarbeitlose so fit werden, wie es die Wirtschaft benötigt, beides muss gegeben sein“, so Thomas Bösenberg.