Pressemitteilung


Hamburger Modell auf Schleichfahrt

10.000 Förderungen im Rahmen des „Hamburger Modells“ hat team.arbeit.hamburg im vergangenen Jahr mit 30 Mio. Euro finanziert. Dieses Jahr stehen wieder die gleichen Mittel zur Verfügung. Aber die Wirtschaft zieht nicht wie erwartet mit. „2008 war das Hamburger Modell ein Schlager, 2009 müssen wir erkennen, dass wir nicht so können, wie wir wollen“, sagt Thomas Bösenberg. Geschäftsführer von team.arbeit.hamburg, Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für SGB II. „Die Krise zeigt Wirkung.“
 

Zurückhaltung in der Krise trifft nun den Niedriglohnsektor 

 

Bis 31. Mai hat team.arbeit.hamburg 2906 Jobs im Rahmen des Hamburger Modells vermittelt, zu dessen Besonderheiten Bürokratieferne zählt. Hochgerechnet auf das Jahresende ist für 2009 mit 7000 Vermittlungen zu rechnen, ein Drittel weniger als 2009. „Das ändert nichts daran, dass das Hamburg Modell ein Erfolgsmodell für unsere Metropolregion ist“, so Bösenberg. „Der Grund liegt einzig in der Weltfinanz- und Handelskrise, die Hamburg nun voll erfasst hat.“

team.arbeit.hamburg übernimmt im Rahmen des Hamburger Modells die gesamte verwaltungstechnische Abwicklung und die Finanzierung. Die zu Vermittelnden erhalten einen Förderungsscheck, der den Unternehmen zu gute kommt. team.arbeit.hamburg finanziert außerdem großzügig Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen des Hamburger Modells. Unterstützt wird team.arbeit.hamburg darin von der 2P-Personalagentur.

„Unser Appell geht an die Arbeitgeber, trotz Krise mutig auf das Hamburger Modell zuzugreifen, vor allem auf seine Qualifizierungsmöglichkeiten“, fordert Bösenberg. „Es wäre doch schade, wenn wir diese Chance vertun würden.“

 

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